Alternative Dispute Resolution (ADR)

Alternative Dispute Resolution (ADR) steht für die Möglichkeiten, einen Streit zwischen Parteien aussergerichtlich beizulegen. Die Anzahl der ADR-Verfahren hat in der letzten Zeit signifikant zugenommen. Dies liegt vor allem an der Flexibilität, der Effizienz und der Vertraulichkeit, die diese Verfahren den Parteien bieten im Gegensatz zu den herkömmlichen staatlichen Gerichtsverfahren.

Die gängigsten Streitbeilegungsmethoden sind die Mediation und das Schiedsverfahren.

Bei der Mediation handelt es sich um eine freiwillige, nicht verbindliche ADR Form Die streitenden Parteien versuchen mit Hilfe eines unabhängigen Mediators (Vermittlers) eine gemeinsame, für beide Seiten akzeptable Lösung für einen Konflikt zu finden.

Die Parteien einigen sich mittels Mediationsvereinbarung oder Mediationsklausel in einem Vertrag auf das Mediationsverfahren. Zunächst wird der Mediator gewählt und es werden offene Fragen erörtert. Daran schliesst das eigentliche Mediationsverfahren an, welches einige Tage dauern kann. Dabei werden vornehmlich Gespräche zwischen dem Mediator und den Parteien hinsichtlich der streitigen Angelegenheit geführt, um eine gerechte Lösung zu finden. Bei einer erfolgreichen Mediation wird das Ergebnis üblicherweise in einer von den Parteien unterzeichneten Vereinbarung festgehalten. Kommt es zu keiner Einigung steht die Möglichkeit weiterer alternativer Streitbeilegungsmethoden oder eines gerichtlichen Verfahrens offen.

Das Mediationsverfahren ist sehr autonom ausgestaltet, die Parteien sind vor allem frei in der Wahl des Mediators, des Mediationsortes, der Mediationssprache und der Ausgestaltung der Mediationsvereinbarung. Ferner kann die Mediation jederzeit angefangen oder beendet werden. Ein entscheidender Faktor für die Wahl der Mediation ist auch, dass das Verfahren vertraulich ist.

Daneben gibt es die Schiedsgerichtsbarkeit als verbindliche ADR Form. Anstelle eines nationalen Gerichts entscheidet ein Schiedsgericht aus einem oder mehreren Schiedsrichtern über den Rechtsstreit. Die Parteien einigen sich mittels Schiedsvereinbarung oder Schiedsklausel in einem Vertrag auf das Schiedsverfahren Dabei gibt es die Ad-hoc und die Institutionelle Schiedsgerichtsbarkeit. Bei der Ad-hoc Schiedsgerichtsbarkeit obliegt die Organisation der Schiedsrichterbenennung und des Verfahrens den Parteien. Schiedsinstitutionen (wie z.B. das CAS – Court of Arbitration for Sport,) hingegen unterstützen die Parteien bei der Auswahl der Schiedsrichter sowie bei der Organisation des Verfahrens.

Der Schiedsspruch ist für die Parteien rechtlich bindend und kann gestützt auf das New Yorker Übereinkommen praktisch weltweit vollstreckt werden.

Ein weiterer bedeutender Vorteil von Schiedsverfahren ist deren Effizienz und Schnelligkeit im Vergleich zu den staatlichen Gerichtsverfahren.

Auch Schiedsverfahren sind nicht öffentlich sondern vertraulich.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Alternative Dispute Resolution stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite:

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